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letzte Änderung: 24.10.2011


Dringend notwendige Sanierungsarbeiten an dem Kirchengebäude

Der Marienkirche wurde im Jahr 2008 der Status "Denkmal nationaler Bedeutung" zuerkannt. Dies lässt hoffen, dass sich die nötigen Baumaßnahmen am Turm und am Ostgiebel auch finanzieren lassen.

 

 




Risse



Risse



Rissentwicklung



verrotteter Balken



Mauerwerkbewuchs


1. Bauabschnitt



neue Balken in der Turmspitze (Foto: Jürgen Peters)

Bis zum 20. Januar 2009 war der Turm eingerüstet, um den Dachstuhl sanieren zu können:

1. Der Dachstuhl, dessen Balken nach dendrologischer Untersuchung aus den 1360ger Jahren stammen, wurde von Zimmerleuten saniert. Maurer, Dachdecker und Dachklempner arbeiteten an den Fialtürmen. Die Handwerker kamen von der Firma Denkmalpflege GmbH Prenzlau und haben sehr gut gearbeitet.

2. Parallel zu den Arbeiten oben im Turm gab es Fundamentuntersuchungen in der Kirche an N- und S-Seite des Turmes.

Außen wurde am Ostgiebel und an der SO-Ecke am Fundament gegraben, um die Gründungsverhältnisse zu untersuchen. Dabei hat sich z.B. gezeigt, daß das Niveau des Außengeländes ehemals ca. 1m tiefer lag. Für die statischen Probleme, die der Giebel hat, brachten die Grabungen wichtige Erkenntnisse.

3. Der erste Bauabschnitt hat einen Finanzumfang von 350.000 € und wird geschultert vom Bund, vom Land, von Krupp-, Reemtsma- und Hoffmann-Stiftung und auch von echten Eigenmitteln der Kirchgemeinde.

 

 


2. Bauabschnitt

Von September bis Dezember 2009 wurden zur bautechnischen Sicherung des Ostgiebels gegen weiteres Verkippen Brettschichtholz-Zuganker mit Querschitten von 28/24 cm, 22/22 cm und einer Länge von jeweils ca. 40 m in drei Ebenen über den Kirchhallengewölben eingebaut. Die Rückankerung erfolgte im Turmmauerwerk. Die Giebelwand ist im Laufe der Zeit bis zu 50 cm nach außen verkippt. Sie ist in der Vergangenheit durch die Wandbewegungen und die punktuellen Anschlüsse der alten Anker in einzelne Wandteile zerrissen. Es war deshalb erforderlich, die neuen Rückankerungen über querverteilende horizontal liegende Brettschichtholzträger je nach statischem Erfordernis mit den Querschnitten 40/24 cm, 30/24 cm und 30/22 cm an das Giebelmauerwerk anzuschließen. Um die stark gerissene Mauerwerksstruktur instand zu setzen, wurde eine Reihe von horizontalen Rundstahlverspannungen mit einem Durchmesser von 30 mm bis 42 mm mit Hilfe von Bohrungen in die Wände eingebaut. Für die Sanierung der Mauerwerksrisse ist zusätzlich der Einbau von nichtrostendem Bewehrungsstahl Ø 8 mm zur Vernähung und Vernadelung sowie eine Rissverpressung mit einem Injektionsmörtel vorgesehen worden.

Die Baumaßnahmen hatten u.a. zur Folge, dass in den letzten Oktoberwoche das Altarbild, eine Kopie von Correggios Bild "Die Heilige Nacht", 1807 von Fr. A. v. Klinkowström gemalt, vorrübergehend im Landesmuseum sichergestellt werden musste.

Aus Witterungsgründen standen noch einige Maurerarbeiten vom Vorjahr aus. Sie sind nun erledigt. (Mai 2010)

 




Gerüst am Ostgiebel



Verankerung



Dachboden mit neuen Balken



Bohrung



Verbindung



Qualität der Muttern beachten!



Längsbalken (Fotos: F. Stümke)


3. Bauabschnitt

Umfasst die Turmsanierung und wird im Jahre 2010 (hat Oktober 2010 begonnen und wurde Oktober 2011 beendet) beginnen. Der Kirchturm wurde in der Vergangenheit durch eine Vielzahl von Mauerwerksrissen geschädigt. Die Ursachen liegen vor allem in den unzureichend abgefangenen horizontal wirkenden Schubkräften der Bogenmauerwerke sowie deren Schwind- und Kriechverkürzungen und den daraus resultierenden Bogensetzungen begründet. Vor allem in der westlichen Außenwand sind alte Reparaturen festzustellen. Ungefähr das mittlere Drittel dieser Wand wurde durch zwei Vertikalrisse von den angrenzenden Mauerwerkswänden getrennt und hat sich um mehrere Zentimeter gesetzt. Dies ist aus dem daraus entstandenen Mauerwerksversatz an den Rissufern erkennbar. Diese sich setzende Mauerwerksmasse wird durch ein spitzbogiges Gewölbe im unteren Turmbereich aufgefangen. Durch die damit verbundene Überlastung haben sich im Gewölbe außerordentliche Verformungen und Rissschäden eingestellt.

Zur Sanierung der Schäden wird eine Verstärkung des vorgenannten Gewölbes durch untergebaute Stahlbetonrippen vorgesehen und alle Außenwände werden durch den Einbau eines Systems von stählernen Spannankern gesichert. Die Mauerwerksrisse müssen durch Einpressen von Injektionsmörtel gefüllt werden, so dass die Scheibenwirkung der Mauerwerksstruktur wieder weitgehend wirksam wird. Danach können die Fassadenflächen überarbeitet werden.

(Erst nach dieser Sicherung des Turmes können alle Glocken wieder geläutet werden.)

Die Förderung vom Bund und vom Land in Höhe von 420 T€ machen diese Arbeiten überhaupt möglich. Die Förderung wird aber in dieser Höhe nur ausgereicht, wenn die Gemeinde Eigenmittel in Höhe von 140 T€ aufbringt!

Inzwischen haben wir die Mittel fast zusammen. Die großen Förderer waren dabei die "Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung" und die "ZEIT-Stiftung".


die nächsten Schritte

Auf Grund des undichten Daches ist der Dachstuhl stark gefährdet durch Pilz- und Käfer-Befall. Noch in diesem Jahr (2011) ist eine Notsicherung vorzunehmen. 2012/13 sollen dann der Dachstuhl und das Dach selbst repariert werden.


Finanzierung, bitte helfen Sie mit

Die derzeitigen Bauarbeiten werden durch ein Förderprogramm des Bundes sowie aus Mitteln des Denkmalschutz-Förderprogramms der Landesregierung finanziert. Insgesamt wird die Sanierung der Marienkirche rund 2,5 Millionen Euro kosten. Für die Förderungen 2010 und 2011 wurde ein entsprechender Eigenanteil (140 000 Euro) der Mariengemeinde an der Finanzierung zur Bedingung gestellt! Bitte helfen Sie uns. Z. Z. (Mitte Oktober 2011) fehlen noch 5 000 €. Für den Dachstuhl und das Dach werden zudem 2012/13 große Kosten anfallen.

Konto der Kirchgemeinde St. Marien:

Volksbank Raiffeisenbank eG

BLZ: 150 616 38

Konto: 8570770

 

Entnehmen Sie bitte Näheres zu den Kosten dem Text des Vereins der Freunde und Förderer der Kirche St. Marien zu Greifswald.


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