Die Gedächtniskapelle

Die "Gedächtniskapelle" enthält eine von 12 Weihekreuzen unterbrochene Inschrift (übersetzt): "Im Jahre des Herrn 1411 diese Kapelle (ist geweiht worden); zur Ehre des allmächtigen Gottes und der Apostel Philippus, Jakobus, Johannes des Täufers, des Georg, der Katharina, Barbara, Dorothea; Magdalena". 


Oberhalb der Inschriften befinden sich vier Wandgemälde(Fresken): Westseite/oben Gethsemane, Westseite/unten Geißelung. 

Ostseite/oben Kreuztragung, Ostseite/unten Kreuzigung. Entsprechend der Entstehungszeit ist die Darstellung ganz realistisch, z. B. die schlafenden Jünger (Gethsemane), die rohen Folterknechte(Geißelung), die johlenden Gassenjungen (Kreuztragung), Maria mit dem Schwert, das in die Seele dringt (Kreuzigung). Die unter dem Kreuz stehenden Personen sind (von links) Judas Thaddäus (mit der Keule), Mutter Maria, Johannes, Jakobus der Jüngere (mit der Walkerstange). 

Die Kapelle wurde 1957/58 als Gedächtniskapelle für die Opfer der Kriege eingerichtet. An der Südwand wurde ein aus dem Spätmittelalter (aus Gristow) stammender, von der Universität ausgelagerter und fast vergessener Kruzifixus, aus Eiche geschnitzt, nach gründlicher Restaurierung aufgerichtet; in zwei Nischen wurden Bücher mit den Namen der Toten niedergelegt. 

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